
Chicago Handshake
Ein Shot Malört mit einem Old Style daneben: Chicagos eigener Boilermaker
Zutaten
- 36 clOld Style LagerKalt, aus der DoseErsatz: Beliebiges günstiges amerikanisches Lagerbier
- 6 clJeppson’s MalörtPur in ein Schnapsglas gegossen, zimmerwarmErsatz: Keiner, der den Namen rechtfertigt; der Drink besteht aus genau diesen zwei Marken
Anleitung
- 6 cl zimmerwarmen Malört in ein Schnapsglas gießen
Gekühlt verliert er an Bitterkeit, und damit ginge der Sinn der Übung verloren
- Eine kalte Dose Old Style öffnen und neben den Shot stellen
Das Bier muss wirklich kalt sein
- Erst den Shot trinken, dann das Bier, ohne Pause dazwischen
Techniknotizen
Das Bier kalt und griffbereit halten. Die Bitterkeit des Malört baut sich über etwa dreißig Sekunden auf, statt abzuklingen; das Bier danach erfüllt deshalb eine tragende Aufgabe und ist keineswegs optional.
Warum Chicago Handshake funktioniert
Das Bier ist kein Gnadenakt, sondern die andere Hälfte der Konstruktion. Malört ist vom Wermutkraut geprägt, und seine Bitterkeit steigt an, statt abzuklingen; ein dünnes, kaltes Lagerbier setzt den Gaumen so zurück, wie es Wasser nicht kann. Old Style ist vorgegeben, weil der Drink ein Stück Chicagoer Kurzschrift aus zwei Marken ist, und nicht etwa, weil es das beste Bier für die Aufgabe wäre.